Der Einfluss des Konsensus-Prozesses auf die Praxis der Psychosozialen Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B)

Vergleichende Darstellung anhand der Einsatzbeispiele Eschede 1998 und Bad Aibling 2016

MASTER-THESIS von Sebastian Hoppe

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkung des sogenannten Konsensus-Prozesses (2007-2010) – der auf dem Fachgebiet der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) bislang bedeutendsten Veranstaltungsreihe zur Qualitätssicherung – auf die Einsatzpraxis der Psychosozialen Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B). Dazu wurden 13 der insgesamt 31 während des Konsensus-Prozesses formulierten Leitlinien daraufhin untersucht, inwieweit sie bis heute bereits in der Fläche umgesetzt werden konnten. Bedeutung und praktischer Nutzen jener Leitlinien wird durch die Darstellung der PSNV-B-Einsätze nach den Zugunglücken Eschede 1998 (vor dem Konsensus-Prozess) und Bad Aibling 2016 (danach) veranschaulicht. Auf Basis der Untersuchung, in deren Rahmen eine Vielzahl an Experteninterviews mit erfahrenen Fachleuten des Themenfeldes geführt wurden, kann schließlich ein Überblick über den aktuellen Stand der PSNV-B gegeben und können zentrale Themen der kommenden Jahre benannt werden.